Auszüge aus: “Wunder gegen Welthunger: Linsen”

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Doch zurück zu den Grundlagen: Linsen sind mit Ihren Stickstoffknöllchen nicht nur gut für die Bodenernährung, sondern sie sind vor allem gut für die Welternährung und unsere Gesundheit, da sie z. B. nachweislich den Blutzucker senken und wahre Nährstoffwunder sind. Die im Titel aufgestellte Gleichung „Linse + Getreide = Ei“ ist eine perfekte Nähr-stoffkombination, denn sie enthält alle wichtigen Bestandteile, derer es für eine optimale Versorgung bedarf: Neben hohen Anteilen an Kupfer und Phosphor sowie Eisen, Zink, Magnesium und Folsäure, die vor allem für unser Wachstum und damit verbundene Zell-Teilungsprozesse notwendig sind, enthalten Linsen überdurchschnittlich viel Lysin und natürlich: Ballaststoffe. […]

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Fleisch nahm dabei einen immer größeren Stellenwert in der Küche ein – und für seine Herstellung landen vielerorts Getreide, Mais und Soja jetzt nicht direkt auf den Tellern, sondern erst einmal im Futtertrog (oder zur Energiegewinnung in Biogasanlagen), wo sie als „billige Import-Futtermittel“ erst zur Mast in der Massentierhaltung verfüttert und anschließend in tierischer Form in der Auslage globaler Fleischtheken zu finden sind, Tendenz steigend. […]

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Wie hoch die Dunkelziffer der darin begründeten Suizidraten auf dem indischen Kontinent liegt, ist indes ungewiss. Doch nicht nur die Bauern wurden in Abhängigkeiten manövriert. Denn durch die massenhafte Umstellung auf importierte Hochertragssorten an Weizen, Reis aber vor allem auch „Bt-Baumwolle“ und Soja wurde auch der so wichtige Eigenanbau der Linse weitestgehend verdrängt – bei gleichbleibender bzw. steigender Nachfrage der gesamten indischen Bevölkerung. Dr. Vandana Shiva, Trägerin des Friedensnobelpreises, dazu in einem Interview: […]


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