Editorial N° 1

Ich weiß nicht, wie es Dir dabei geht. Aber jedes Mal, wenn ich ein Bild unseres einmalig blauen Planeten sehe, bin ich völlig fairzückt! und mich durchströmt ein tiefes Gefühl von ergreifender Bewunderung … Demut … Dankbarkeit … Staunen über dieses Wunder des Lebens. Ich würde sogar sagen, dass ich verliebt bin in diese blaue Murmel, und mich verantwortlich fühle, mein Möglichstes dazu beizutragen, dieses Wunder zu beschützen und für künftige Generationen zu bewahren. Es macht mich sprachlos, wie perfekt sich alles in feinsten Kreisläufen und Gleichgewichten wie von selbst ausbalanciert und voneinander und miteinander lebt. Wie vielfältig alles wächst, gedeiht, vergeht und wieder Teil des Kreislaufs des Lebens wird. Und es macht mich ebenfalls sprachlos, wie sehr wir als Menschen in diese fragilen Kreisläufe eingreifen, um unsere Gier nach kurzfristigen Gewinnen, Dumpingpreisen und den Drang nach angeblich grenzenlosem Wachstum daran zu stillen. Das ist eher weniger verzückend. Denn wie man so schön sehen kann: Diese Murmel hat eine begrenzte Oberfläche. Mit begrenzten Grünflächen. Wir können nicht grenzenlos wachsen und grenzenlos Flächen und Natur verbrauchen. Wir sollten schleunigst umdenken! Diesen Satz liest Du vermutlich nicht das erste Mal. Und wahrscheinlich auch nicht das letzte Mal. Aber ich hoffe, dass dieses Magazin einen kleinen Teil dazu beitragen kann, Dir zu zeigen, dass es sich lohnt, etwas zu verändern.

Weil es schön ist. Weil es Spaß machen kann. Weil es so unendlich vieles zu entdecken, bestaunen und genießen gibt. Weil wir ein Teil dieser Erde sind – auch wenn wir das im Alltag gerne vergessen. Weil wir alle hier auf demselben Planeten leben. Als Teil einer großen Erdenfamilie. Und weil wir alle gemeinsam jeden Tag etwas dafür tun können, diesen Planeten in all seiner Schönheit zu bewahren. Er ist unser Zuhause. Und wenn man dieses Zuhause aus der Distanz betrachtet, dann hat auch seine unendliche Vielfalt keine Grenzen. Die einzigen Grenzen, über die wir zumeist stolpern, sind in unserem Kopf. In unserer Art, Dinge zu beWERTen. In Schubladen zu sortieren. Anzupassen. Und dabei hören wir allzu oft ein „das geht so nicht“. Oder „das macht man nicht“.

Wir sind mittlerweile so angepasst, dass es oft an Rückgrat fehlt, unseren eigenen Weg zu gehen. Aber schau Dir diese Kugel an: Wo sind die Grenzen? Und wer sagt, dass Du etwas nicht kannst? Oder dass man etwas nur auf eine bestimmte Art macht? Ein Magazin herausgeben?! Print ist tot!!! Allein?! Schaffst du nicht! Oh, noch ein „Recht-Schreib-Fehler“ und das Bild hat einen Blaustich – falsch belichtet! Ja. Mag sein. Fachlich bestimmt richtig. Aber ist es wirklich das, was am Schluss über Erfolg oder Misserfolg entscheidet? Innerhalb von Normen und Vorstellungen zu liefern? Oder geht es nicht auch um die Sache? Um die Absicht, im Großen und Ganzen etwas bewegen zu wollen? Den Kopf einfach mal wie eine Murmel anzustupsen und neugierig zuzusehen, in welche Richtung er sich bewegen wird? Nicht auf normierten Bahnen, sondern auf dem freien Boden die eigene Richtung zu finden.

Denn darum geht es in diesem Magazin und bei allen, die darin vorgestellt werden: Menschen, die einfach mal machen. Sich nicht kleinreden lassen und in Normen des Alltags Sinn und Blick für das Eigentliche verlieren, sondern im Gegenteil ihrem inneren Kompass folgen. Eigenverantwortlich handeln. Haltung zeigen. Und dabei Ergebnisse mit Mehrwert schaffen. Es geht um Themen, die auf unserer großen Murmel gerade nicht rundlaufen, um Ideen, Ansätzen und Projekte, wie wir alle mit kleinen Schritten einen Teil zur fairÄnderung beitragen können. Denn gemeinsam können wir etwas fairändern. Es ist an der Zeit, den Blick auf das große Ganze zu richten und uns als einen Teil davon zu verstehen. Denn die Probleme, die wir auf diesem einmaligen blauen Planeten verursacht haben, sind größer als die Probleme, die wir uns in unserem geistigen Universum zwischen unseren Schultern täglich einreden. Oder um es mit Kant zu sagen: „Habe den Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ Folge Deinem inneren Kompass. Mach es einfach. Es geht nicht darum, etwas auf Anhieb „richtig“ zu machen. Versuch einfach Dein Möglichstes. Und so wünsche ich Dir viel Freude und Inspiration mit diesem Magazin und allem, was Dich dabei fairzückt! und bewegt … 

Herzlichst,

                               Sina Patricia