CORONA – N° 2 Verschoben/ postponed

Tja, nun hat das Virus auch die fairzückt! erwischt. Aufgrund der eingeschränkten Reisen und Aufrufe zu Hause zu bleiben, werden wird das Frühjahrsmagazin nicht wie geplant an den Markt bringen können. Solange die Reisemöglichkeiten – und damit Kioske und Zeitschriftenhändler unter den ausbleibenden Kunden leiden, macht es keinen Sinn die Regale zu füllen, die dort nach einem Standardturnus wieder weggeworfen werden – ohne dass es jemand wenigstens gelesen hat. Hinzu kommt, dass selbst für Reportagen derzeit nicht mehr verreist werden kann – geschweige denn jemand aktuell für persönliche Interviews “auf einen Kaffee zu treffen” werden sollte. Sobald absehbar ist, wann der neue Erscheinungstermin steht, werden wir Euch hier darüber informieren. Vielen Dank für Euer Verständnis! Neuigkeiten der fairzückt!, fairnESSkultur & unserem Netzwerk findet Ihr jederzeit auch im Blog unter blog.fairzueckt.de und im Newsletter (hier anmelden) Well, now the virus got the fairzückt!, too. Due to limited travel and calls to …

Editorial N° 1

Ich weiß nicht, wie es Dir dabei geht. Aber jedes Mal, wenn ich ein Bild unseres einmalig blauen Planeten sehe, bin ich völlig fairzückt! und mich durchströmt ein tiefes Gefühl von ergreifender Bewunderung … Demut … Dankbarkeit … Staunen über dieses Wunder des Lebens. Ich würde sogar sagen, dass ich verliebt bin in diese blaue Murmel, und mich verantwortlich fühle, mein Möglichstes dazu beizutragen, dieses Wunder zu beschützen und für künftige Generationen zu bewahren. Es macht mich sprachlos, wie perfekt sich alles in feinsten Kreisläufen und Gleichgewichten wie von selbst ausbalanciert und voneinander und miteinander lebt. Wie vielfältig alles wächst, gedeiht, vergeht und wieder Teil des Kreislaufs des Lebens wird. Und es macht mich ebenfalls sprachlos, wie sehr wir als Menschen in diese fragilen Kreisläufe eingreifen, um unsere Gier nach kurzfristigen Gewinnen, Dumpingpreisen und den Drang nach angeblich grenzenlosem Wachstum daran zu stillen. Das ist eher weniger verzückend. Denn wie …

Auszug aus: “Toskana für Leib & Seele”

[…] Als wäre die Toskana mit ihrer einzigartigen Landschaft, ihren virtuosen Licht- und Farbspielen und vor allem ihren unvergesslichen Duftkompositionen nicht allemal eine Reise wert – so könnte man meinen, durch die Pforten eines kleinen Paradieses zu schreiten, was nicht nur an den überraschend kreuzenden Pfauen liegt: Es ist eine zauberhaft fairzückende Welt voller Herzlichkeit und Genuss. Normalerweise sind Beschreibungen wie diese und ein überschwänglicher Gebrauch des Superlativs etwas, das uns aufhorchen lässt – oder besser unsere Skepsis darüber weckt. Kann es sein, dass etwas wirklich so schön ist? Ist es tatsächlich so gut? Da ist doch bestimmt ein Haken dran. Normalerweise sollte der Superlativ daher eher spärlich und nur bei wirklich angemessenem Anlass verwendet werden. Allerdings scheint er sich in Bezug auf die Fattoria La Vialla wohl gerade als Standard zu etablieren. So schrieb sogar die Jury des IWSC im Sommer 2018 […] […] Wo sich kurz zuvor noch …

Auszug aus: “Rettung für das blaue Herz Europas”

[…] Und wohl nur wenige kennen das „blaue Herz Europas“, wie die letzten wilden Flusslandschaften, die sich von Slowenien bis Griechenland erstrecken, auch genannt werden und dem im wahrsten Sinne des Wortes der Infarkt droht: Seine freien Adern sollen verstaut werden. Insgesamt 2.796 Wasserkraftwerke, inklusive Kleinkraft-Wasserwerken mit einer Kapazität von 0-1 MW, sollen in diesem Naturjuwel entstehen. Rund 91 Prozent dieser geplanten Staudämme und Wasserumleitungen werden nur sehr wenig Strom erzeugen, ihre Errichtung und Unterhaltung sind extrem teuer und stehen in keiner Relation zu den unwieder-bringlichen Naturzerstörungen – aufgrund ihrer Größe ist nicht einmal eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgeschrieben. […]

Auszug aus: “Mit Schokolade die Welt verändern””

[…] Wenn Philipp über seine Arbeit spricht, ist eine tiefe Empathie zu spüren – für die Menschen, die er in den entlegensten Gebieten dieser Erde trifft, und für die Schönheit der teilweise noch unberührten Natur. Aber auch der Schmerz über die unglaublichen Zerstörungen und Gewalt, mit denen er und sein Team bei der Arbeit konfrontiert werden. Wer den Film „Virunga“ gesehen hat, weiß nicht nur um die Schönheit und Einzigartigkeit der dortigen Silberrücken-Gorillas und des Nationalparks, in dem sie beheimatet sind, sondern auch um die Not der Menschen vor Ort, die versuchen, wider Gier, Bestechung und unter Einsatz ihres Lebens diesen einmaligen Ort und die Tiere in ihrem Lebensraum zu beschützen.[…] […] ein wertvolles Gut und gleichzeitig Kapital, das ihre Stellung in der Gemeinschaft stärkt und zudem zur Wiederaufforstung rund um den artenreichen Virunga- Nationalpark beiträgt. Betrachtet man diese und viele weitere Projekte, kann man verstehen, wie sehr wir alle …

Auszug aus “Artenvielfalt auf dem (Linsen-)Acker”

[…] Dieses Gleichgewicht kann aber nur entstehen, wo viele verschiedene Pflanzen als Grundlage für Futter & Entwicklung vieler solcher Kleinlebewesen existieren. Die Vielzahl an Ackerwildkräutern ist die Grundlage dieser sich gegenseitig in Schach haltenden Kleinlebewesen, und das ist eigentlich der Trick im ökologischen Landbau: Je größer die Vielfalt auf dem Acker, umso ausge-glichener das Ökosystem, bei dem, so Mammels Leitspruch, für den Landwirt gilt: „Die Feinde meiner Feinde sind meine Freunde.“ Kein Wunder also, dass sich auf den Äckern der Alb-Leisa-Bauern solch eine gesunde Vielfalt entwickeln kann. […]

Auszüge aus: “Wunder gegen Welthunger: Linsen”

[…] Doch zurück zu den Grundlagen: Linsen sind mit Ihren Stickstoffknöllchen nicht nur gut für die Bodenernährung, sondern sie sind vor allem gut für die Welternährung und unsere Gesundheit, da sie z. B. nachweislich den Blutzucker senken und wahre Nährstoffwunder sind. Die im Titel aufgestellte Gleichung „Linse + Getreide = Ei“ ist eine perfekte Nähr-stoffkombination, denn sie enthält alle wichtigen Bestandteile, derer es für eine optimale Versorgung bedarf: Neben hohen Anteilen an Kupfer und Phosphor sowie Eisen, Zink, Magnesium und Folsäure, die vor allem für unser Wachstum und damit verbundene Zell-Teilungsprozesse notwendig sind, enthalten Linsen überdurchschnittlich viel Lysin und natürlich: Ballaststoffe. […] […] Fleisch nahm dabei einen immer größeren Stellenwert in der Küche ein – und für seine Herstellung landen vielerorts Getreide, Mais und Soja jetzt nicht direkt auf den Tellern, sondern erst einmal im Futtertrog (oder zur Energiegewinnung in Biogasanlagen), wo sie als „billige Import-Futtermittel“ erst zur Mast in …

Auszüge aus: “Was brauchst Du…”

[…] Umso größer meine persönliche Überraschung und Freude, als genau diese Frage bei meinem ersten Zusammentreffen mit den Mitgliedern des Bodenfruchtbarkeitsfonds (BFF) im Mittelpunkt stand: Was brauchst Du? Oder in diesem Falle noch konkreter: „Bauer, was brauchst Du, um den Boden nachhaltig zu bewirtschaften? Und wie können wir Dir dabei helfen?“ Diese zentrale Frage des Bodenfruchtbarkeitsfonds stand im Mittelpunkt der Projektkonferenz und des Partnerhof-Treffens, zu der ich im Frühsommer dieses Jahres im schweizerischen Rheinau eingeladen wurde. Vorgestellt wurde unter anderem das vom BFF initiierte, wissenschaftliche Begleitprojekt zur Resilienzforschung und Salutogenese unter der Leitung der Umweltwissenschaftlerin Dr. Marie Ludwig und des Soziologen Volker Jäger. Ziel dieses Forschungsprojektes ist u. a. , den Stand der Bauern zu stärken (Wo stehen sie? Wie fühlen sie sich gesellschaftlich verortet? Was gibt ihnen Kraft? […]