Auszug

Editorial N° 1

Ich weiß nicht, wie es Dir dabei geht. Aber jedes Mal, wenn ich ein Bild unseres einmalig blauen Planeten sehe, bin ich völlig fairzückt! und mich durchströmt ein tiefes Gefühl von ergreifender Bewunderung … Demut … Dankbarkeit … Staunen über dieses Wunder des Lebens. Ich würde sogar sagen, dass ich verliebt bin in diese blaue Murmel, und mich verantwortlich fühle, mein Möglichstes dazu beizutragen, dieses Wunder zu beschützen und für künftige Generationen zu bewahren. Es macht mich sprachlos, wie perfekt sich alles in feinsten Kreisläufen und Gleichgewichten wie von selbst ausbalanciert und voneinander und miteinander lebt. Wie vielfältig alles wächst, gedeiht, vergeht und wieder Teil des Kreislaufs des Lebens wird. Und es macht mich ebenfalls sprachlos, wie sehr wir als Menschen in diese fragilen Kreisläufe eingreifen, um unsere Gier nach kurzfristigen Gewinnen, Dumpingpreisen und den Drang nach angeblich grenzenlosem Wachstum daran zu stillen. Das ist eher weniger verzückend. Denn wie …

Auszüge aus: “Was geht mich der Dreck an?!”

[…] Genauer gesagt sind es Abermilliarden in unserem Boden, die mit einem geschätzten Gewicht von rund 600 Milliarden Tonnen gut ein Drittel des Gesamtgewichts aller Lebewesen auf unserer Erde ausmachen – Regenwürmer, Asseln und andere „größere“ Bodenbewohner noch nicht inbegriffen. Allein auf einem einzigen Teelöffel voller Erde leben davon mehr als Menschen auf der Erde – derzeit rund 7,5 Milliarden. […] […] Je nach Art umgibt die Pflanzenwurzeln z. B. bei Ektomykorrhiza-Pilzen (ekto = außen) ein dichtes Gewebe aus feinsten Pilzfäden, das die Pflanze mit Mineralien und Nährstoffen aus dem Boden oder mit Botenstoffen aus dem Netzverbund mit anderen Pflanzen versorgt. Im Gegenzug erhalten die Pilze Zucker aus der Photosynthese der Pflanzen bzw. Bäume. Auch reicht das Mycel (Gesamtheit der Pilzfäden) viel tiefer und weiter in den Boden als die Pflanzenwurzeln selbst. Mittels der vergrößerten Oberflächen der Hyphen (feinste Pilzfäden) ist zudem eine deutlich höhere Sauerstoff-aufnahme bzw. ein deutlich höherer …